09.03.2011

Bestattung zu gewinnen!

Gut, diese Meldung ist nicht aus Stuttgart. Aber sie ist zu kurios, um sie zu verschweigen. Der Lokalsender Radio Galaxy aus Aschaffenburg führt im Moment ein Gewinspiel durch, bei dem man seine eigene Bestattung gewinnen kann. Genauer: Man soll seine “letzten Worte” einschicken. Wer die coolsten einschickt, erhält eine Sterbeversicherung im Wert von 3.000,- €. Gesponsert wird das Ganze von einem örtlichen Bestatter, der als Werbepartner auftritt. Die Bestatterkollegen und deren Verband finden das gar nicht witzig und klagen: Gegen den Sender und den Kollegen. Eine einstweilige Verfügung konnten sie nicht erreichen, ein Urteil wird für Mitte März erwartet. Man halte es für problematisch, mit welch aggresiven Marketingstrategien der Markt angegangen werde, heißt es.

Das Thema Tod wird in unserer Gesellschaft zu stark tabuisiert. Das denken vielleicht auch Sie. Und darum gibt es ja auch diese Seite. Sterben gehört zum Leben und darüber sollte man reden dürfen wie über eine Geburt (für die man auch immer mal wieder eine Baby-Erstausstattung gewinnen kann). Muss es aber so extrem sein? Oder kommt die Branche nur dort an, wo alle anderen sich schon seit Jahren befinden? Ob sich nicht nur die Kollegen ärgern, dass sie die Idee nicht selbst hatten? Wie denken Sie darüber? Wir freuen uns auf Kommentare.

15.09.2010

Umsonst ist nicht mal der Tod

So lautet der Titel eines fast ganzseitigen Artikels in den Stuttgarter Nachrichten vom 14. September 2010. Sandra Markert schreibt: “Mit dem eigenen Tod und Bestattungsfragen beschäftigt sich keiner gern. Sollte man aber. Denn den Angehörigen werden so später viele Entscheidungen abgenommen – und auch Kosten. Umsonst ist der Tod nämlich keinesfalls.”

Sie betrachtet den Wandel in der Trauer-Kultur und analysiert die Kosten von Bestattungen. Dazu befragt sie auch Wolf Lichtner vom Bundesverband Deutscher Bestatter und Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Aeternitas. Die Empfehlung lautet: frühzeitig vorsorgen. Wie, steht im Artikel. Und – es ist nicht pietätlos, nach einem Kostenvoranschlag zu fragen und mit mindestens einem anderen Bestatter zu vergleichen. Nicht nur den Endpreis, sondern auch die einzelnen Leistungen. Hier finden Sie den kompletten Artikel.

Foto: AP